Waldentwicklung 2024: Wachstum und nachhaltige Bewirtschaftung

Bericht von Stefan Leonhardt und Markus Leonhardt über die Waldwirtschaft auf Gut Hessel im Rahmen der Mitgliederversammlung vom 07.09.2024

Wald

Ein wichtiger Meilenstein für unsere Waldwirtschaft war die erfolgreiche Zwangsversteigerung, durch die wir zusätzliche 1,7 Hektar Wald am Lichtberg erwerben konnten. Damit bewirtschaftet unser Verein nun circa 50 Hektar Wald.

Flächenerweiterung durch Zwangsversteigerung

Die neu erworbenen Parzellen zeichnen sich durch ihren Bestand an alten Buchen aus, die bereits einer ersten Pflegemaßnahme unterzogen wurden. Diese wertvollen Bäume bereichern unser Waldportfolio erheblich und bieten langfristig sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Perspektiven.

Wie Vereinsvorstand Manfred Boblitz in seiner Begrüßung betonte, war diese Flächenerweiterung nur dank der großzügigen Unterstützung durch Spenden und Darlehen von Vereinsmitgliedern möglich. Die ersteigerten Flächen sind eine wichtige Investition in die langfristige Sicherung der ökologischen Arbeit des Vereins.

Angepasste Bewirtschaftung

Im Winter fand kein Holzeinschlag statt, da die Böden zu feucht waren. Stattdessen begannen die Forstarbeiten im September - eine flexible Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten, die charakteristisch für unsere nachhaltige Waldwirtschaft ist.

Erfolg bei Förderprogrammen

Ein wichtiger Erfolg war die erfolgreiche Beantragung der Förderung für klimaangepasstes Waldmanagement. Nach langwierigen bürokratischen Prozessen erhalten wir nun eine geringe finanzielle Förderung pro Hektar zum Ausgleich der aus der Nutzung zu nehmenden Flächen.

Besondere Lage und Geschichte

Das Hesseltal ist an drei Seiten von Wald umgeben. Die Grenzlage kam unserem Wald zugute, denn zur DDR-Zeit wurde er nicht bewirtschaftet und konnte daher frei wachsen. Seitdem wurden die Parzellen nur einmal durchforstet und werden auch künftig nur zurückhaltend und nachhaltig bewirtschaftet.

Um den Waldboden zu schonen, werden Rücke-Arbeiten möglichst durch Pferde oder durch bodenschonende Maschinen erledigt. Diese teils traditionellen, bodenschonenden Methoden sind Teil unseres ganzheitlichen Ansatzes in der Forstwirtschaft.

Zukunftsperspektiven

Mit nun 50 Hektar Waldfläche und den erfolgreichen Förderprogrammen ist unser Verein gut aufgestellt für eine nachhaltige Forstwirtschaft, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele verfolgt. Die Kombination aus traditionellen Methoden und modernen Förderansätzen zeigt den Weg für eine zukunftsfähige Waldwirtschaft auf.


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